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Foto Heidelberg: Thaddäus Zech
 
       

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Bewusstsein

Unser Bewusstsein erschließt uns die Welt. Erst durch unser Bewusstsein erfahren wir einerseits die Welt um uns herum und andererseits unsere Subjektivität und Einzigartigkeit. Bewusstsein umfasst unsere Gefühle, Gedanken, Berührungen, Gerüche und visuellen Wahrnehmungen. Zudem ist es eine bedeutender Aspekt umfassender sozio-kultureller Prozesse jener Umwelt, in der wir aufwachsen und leben.

Obwohl der Begriff Bewusstsein seit Aristoteles und Platon intensiv diskutiert wird, bleibt er schwer fassbar. Bis vor kurzem haben sich manche Wissenschaftler gar geweigert, über das Konzept „Bewusstsein“ zu forschen oder sie haben die Idee davon schlichtweg vollständig abgelehnt. Mittlerweile wurde die Frage, was den Menschen zu einem reflektierenden Wesen macht, das eigene Erfahrungen hat und sich seiner selbst bewusst ist, wiederentdeckt und bekommt von der Wissenschaft große Aufmerksamkeit. Seit dem Beginn des 21. Jahrhunderts "explodiert" die Forschung zum Thema Bewusstsein.

Zwischen Materialismus und Idealismus

Grob formuliert, haben sich im Zuge dessen zwei unterschiedliche Lager etabliert. Die Materialisten glauben, dass unser Bewusstsein auf rein körperliche Prozesse reduziert werden kann – zum Beispiel auf die Aktivität der Neuronen im Gehirn. In diesem Konzept ist kein Platz für transzendente Annahmen, wie etwa von einem nicht körpergebundenen Bewusstsein, oder einer Seele. Die Wissenschaftler des idealistischen Lagers wiederum gehen davon aus, dass das menschliche Wesen mehr ist als die Summe seiner Moleküle und deren Aktivitäten. Sie nehmen an, dass Bewusstsein ein immaterieller Bestandteil des Lebens ist, der über Körper und Verstand hinausgeht. Zwischen diesen extremen Lagern existiert eine große Bandbreite unterschiedlicher Positionen.

Ganz unabhängig von ihren jeweiligen Grundposition stimmen die Wissenschaftler heute darin überein, dass die bewusste subjektive Erfahrung ein unverzichtbarer Teil der Erforschung des menschlichen Geistes darstellt. Bewusstsein ist ein wesentlicher Aspekt dessen, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Das Institut bemüht sich in erster Linie um phänomenologische Zugänge zum Bewusstsein, um es in seiner gelebten Unmittelbarkeit zu erforschen und zu verstehen. Wir widmen uns jenen Prozessen und Fähigkeiten, welche es uns als Menschen ermöglichen, eine so genannte Metaperspektive einzunehmen. Diesen Akt verstehen wir hier als das Vermögen, mentale Prozesse wie Gedanken, Gefühle und Empfindungen zu beobachten, ohne uns zugleich mit diesen zu identifizieren.

 

Foto Aborigine:
Landmark Media / interTOPICS